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Donnerstag, 8. Mai 2008

Blood runs through your veins



Ich war gestern zum ersten Mal in meinem Leben Blut spenden. Vor allem um endlich herauszufinden, was für eine Blutgruppe ich habe, aber auch weil man dort eine Zeckenimpfung kriegt. Und weil ich damit was Gutes tu und so.


Es war eigentlich ganz lustig. Zuerst musste ich ein ellenlanges Formular (Hatten Sie in den letzten 4 Wochen eine Fieberblase? Hatten Sie in letzter Zeit Geschlechtsverkehr mit mehreren, ihnen zuvor unbekannten Partnern? Haben Sie Tropenfieber? Wurden Sie jemals HIV positiv diagnostiziert?) Dann muss man zur einer Vorsorgeuntersuchung.


Dort wird einem in den Finger gestochen (das tut mehr weh als das Blutabnehmen selber) und die Blutgruppe festgestellt, der Puls und die Temperatur gemessen. Dann wird man gefragt wie groß man ist, wie viel man wiegt, ob man sich eh gut fühlt, usw. Ziemlich fad. 


Dann darf einem immer noch nicht Blut abgenommen werden. Nein, man muss erst zum Arzt, der dasselbe fragt wie der Typ bei der Voruntersuchung. (Er ist aber viel netter.)


Im Blutabnehmeraum (mint-grüne Wände, soll wohl beruhigen) wird man dann auf eine rote Liege gelegt - die sind toller als Zahnarztliegen, mit hochklappbaren Armen. Ich musste dann ewig warten. Erst wurde mein Arm desinfiziert, dann musste ich was trinken, dann wurde ich nach Namen und Geburtsdatum gefragt, dann musste ich noch was trinken, dann wurde ich gefragt, ob ich die Zeckenimpfung haben wollte (auf meinem Formular stand ein großes Z, aber bitte, fragt's mich halt noch einmal.), dann wurde ich noch mal nach Name und Geburtsdatum gefragt, dann wurde mein Arm noch einmal desinfiziert und dann endlich wurde ich "gestochen".


Ja, sie verwenden andauernd das Wort "stechen". "Kannst du mir mal helfen, damit ich die Dame hier stechen kann?" "Ich komm gleich, ich muss den Herrn dort drüben noch stechen." "Wollen Sie links oder rechts gestochen werden?" Wie soll man da ruhig bleiben?


Das Blutabnehmen selbst ist ziemlich unspektakulär. Man liegt nur da und pumpt mit der Faust, während man sich über "News, Sport, Kultur, Gesundheit und Lifestyle" von den medscreens aufklären lässt. Ich habe ungefähr zwanzig mal die Willi Dungl-Werbung gesehen. Danach gibt's Würstel, Cola und Manner-Schnitten und man darf sich nicht bewegen.


Es scheint da so eine richtige Blutabnehmer-Szene zu geben. Sie reden darüber, welche Fragen neu beim Formular sind und vergleichen wie oft sie schon da waren. (Nach dem Motto: "Was, Sie haben sich erst 98 mal Blut abnehmen lassen? Ich bin schon zum 154. Mal da.")

Die Bilder sind alle aus "Dracula", der 1931er Version mit Bela Lugosi und nicht von mir.



Death from Above (1979) - Blood on our hands

Franz Ferdinand - Shopping for Blood

Test Icicles - All you need is blood

Patrick Wolf - Bloodbeat

Shitdisco - Disco Blood

Editors - Blood

Donnerstag, 10. April 2008

There's more here to be seen


Dinge über die ich schreiben wollte:

1) Das Editors-Konzert am 24.3.

2) Das Shitdisco-Konzert am 3.4.

3) Das Kills-Konzert am 5.4.

4) Being Human

5) Miffo

6) Anthony Rossomandos Autritt in The Mighty Boosh, der auch schon wieder lange her ist, den ich aber erst gestern gesehen habe.

7) Die Blood Red Shoes


Früher oder später werde ich vielleicht über diese Dinge bloggen. Jetzt aber erst einmal zu den Editors. Jeder, der gerne Männer auf Klavieren stehen sieht, wird die Editors lieben. Tom Smith kann das wirklich gut. Die Editors haben wie immer eine tolle Show mit einem perfekten Sound abgeliefert (Tontechnik-Studium sei Dank). Flirrende Lichter! Flirrende Gitarren! Flirrende Isis! (Okay, nicht wirklich, aber ekstatisch klingt abgedroschen.)

Ich finde ihre Songs ja extrem positiv. Das klingt seltsam, wenn man bedenkt, dass "An End Has A Start" größtenteils über den Tod ist, aber die Lieder der Editors waren für mich immer das musikalische Gegenstück zum Licht am Ende des Tunnels; das Gefühl, dass man kurz vor dem Auftauchen aus dem Wasser hat.
Das beste Beispiel dafür ist wahrscheinlich "Bullets": "If something has to change, then it always does. You don't need this disease, not right now." Der Wort disease wird dann noch 35 mal wiederholt und am Ende hat man das Gefühl, dass was auch immer einen bedrückt, bewältigbar ist. Wer sagt, dass Aufmunterungslieder ein shalalalala-Element brauchen?

Fotos gibt's nicht. Meine Schwester hat zwar welche gemacht und sie auf myspace gestellt, aber ich kenne ihre Seite nicht und weigere mich einen Account anzulegen. Googelt, Leute.

Und da die Editors diesen Sommer die Vorband von R.E.M. sind...

Editors - Orange Crush (R.E.M)